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Schankstube und Kaminzimmer |
Dagda
Tripel-As


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Der Gasthof „Zum roten Keiler“ liegt an der großen von West nach Ost verlaufenden Heerstraße, die in besseren Tagen Wehrheim, das Zentrum der kaiserlichen Truppen, mit den im Osten liegenden Provinzen verband. Seitdem diese von den Truppen der dunklen Lande besetzt wurden, kommen aber nur noch wenige Reisende diesen Weg entlang. Meist sind es Soldaten auf dem Weg von oder zu der neuen Grenze an der die Wehrheimer Kürassiere Tag und Nacht patrollieren um die Söldner und Untoten des schwarzen Kaisers daran zu hindern in das Mittelreich einzudringen. Immer wieder sind es auch Flüchtlinge die es geschafft haben der Schreckensherrschaft im Osten zu entfliehen. Doch auf all diese Gäste könnte der Wirt, Torben Graublatt – ein Elf der so alt ist, dass selbst er alt aussieht auch gerne verzichten.
Die Soldaten machen ständig Ärger, da sie allzu oft mit Gewalt versuchen Herr über ihre Angst vor den Schrecken zu werden die sie erwarten oder denen sie gerade entkommen sind. Die Flüchtlinge dagegen haben nur selten das Geld, ihn angemessen zu bezahlen. So freut er sich über jeden der seltenen Reisenden, die hier von der Heerstraße abbiegen um in die etwa einen halben Tagesmarsch südlich liegende Grafschaft Murias zu gelangen.
Torben lässt den Gasthof, der aus drei Gebäuden besteht, von dem Knecht Sven der sich im Wesentlichen um die Stallungen kümmert und Betzi der Schankmaid betreiben. Er selbst unterhält an manchen Tagen die Gäste mit Liedern zu denen er musiziert. Jene die sich auf die notwendigen Zauber verstehen werden eine starke magische Aura um ihn erkennen.
Die Gebäude des Gehöfts sind hufeisenförmig angeordnet. Die große Scheune mit den Ställen für die Pferde befindet sich gegenüber von dem eigentlichen Gasthaus. An der, der Straße gegenüberliegenden Seite werden die zwei Gebäude durch das Vorratshaus in dem auch eine Badestube eingerichtet ist verbunden. Das zweigeschossige Gasthaus, ein Fachwerkbau, besitzt im Erdgeschoss die große Schankstube, eine Küche und die Privaträume des Wirtes und des Personals. Im Obergeschoß gibt es 4 einfach eingerichtete Gästezimmer und ein Schlafsaal. Seit auch die Flüchtlinge in seinem Haus halt machen hat Torben in den Stallungen auch einen Bereich abgetrennt in dem Mann für 1 Kreutzer auf Stroh schlafen kann.
Die Preise in roten Keiler sind moderat und Torben bieten einfache Hausmannskost an.
__________________ Elen síla lúmenn´ omentielvo
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Dagda
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Lorenzo war den ganzen Tag geritten, jetzt wo die Dämmerung bereits eingesetzt hatte, kam in einiger Entfernung die Silhouette eines Gehöfts in Sicht. Das musste der Gasthof sein von dem die Bauern gesprochen hatten bei denen er um die Mittagsstunde eine Pause gemacht hatte.
Lorenzo war froh, noch vor Einbruch der Dunkelheit die Herberge zu erreichen. In Nähe der dunklen Lande sollte man des Nachts in einer sicheren Unterkunft sein. Kurze Zeit später hatte er den Gasthof erreicht und konnte das Schild in Form eines blutroten Keilers erkennen, das dem Haus seinen Namen gab.
Lorenzo zügelte sein Pferd vor dem Haupthaus. Nachdem er es dort angebunden hatte, klopfte er sich den Staub aus Mantel und Hose. Er rieb die Stiefelspitzen kurz an den Hosenbeinen und schaute dann an sich eherunter - Elende Reiterei, was gäbe ich für ein anständiges Bad und saubere Kleidung. - Er nahm seinen Rucksack vom Sattel und trat an die massive Holztür. Er bewunderte kurz die Schnitzereien und fuhr mit der Hand darüber dann drückte er die Klinge und zog die Tür auf. Es schlug ihm eine angenehme Wärme entgegen. - Der Wirt muss bereits dem Kamin angeschürt haben, das lässt meine Laune doch gleich wieder etwas besser werden. -
Lorenzo trat in die leere Schankstube und sah sich erst einmal um. Der Schankraum sah aus wie hundert andere die er schon gesehen hatte. Es gab einen langen Tresen hinter dem einige Fässer zu sehen waren, ein paar einfache Tische und Stühle und an einer der Wände erkannte er den Kamin, der wie er bereits vermutet hatte bereits brannte. Lorenzo ging an einen der Tische am Kamin, zog den Mantel aus und legte den Rucksack neben sich, dann setzte er sich und genoss das Gefühl nicht mehr auf dem Pferd hin und her geschaukelt zu werden. Er dehnte und streckte sich im sitzen noch ein wenig dann rieft er
„He da Wirt, hier ist ein Gast der Hunger und Durst hat.“
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Dagda
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Die Schankmaid, Betzi ist eine kräftige junge Frau mit grünen Augen und langem rotem Haar, welches sie während ihrer Arbeit meist hinter dem Kopf zusammenbindet. Betzi kleidet sich im Keiler mit einfachen Blusen aus Leinen und langen Röcken von dunklem braun oder blau, über die sie zum Schutz des Stoffes eine Schürze gebunden hat. Die Bluse ist meist nur locker geschnürt, so dass es manchmal den Anschein hat, ihre prallen Brüste würden jeden Augenblick herausspringen wenn sie wieder Bierkrüge für einen ganzen Tisch durch den Raum trägt.
Betzi bereitet gerade einen Eintopf in der Küche zu als sie einen Ruf aus der Schankstube hörte. Sie legt den hölzernen Kochlöffel beiseite und geht durch die Tür hinter der Theke in die Schankstube. An einem der Tische am Kamin hatte sich ein Fremder gesetzt, Betzi musterte ihn bevor sie weiter auf ihn zuging. Mit einem Lächeln dachte sie
Er ist besser gekleidet als die Gäste die in letzter Zeit hier auftauchen, das spricht für einen gut gefüllten Beutel. Wenn ich etwas freundlicher zu ihm bin, wird es sichern nicht mein Schaden sein.
Als sie den Tisch erreichte, beugte sie sich weit über den Tisch um ihn mit einem Tuch, das sie in der Hand hielt abzuwischen. Sie war sich dabei durchaus bewusst, dass Lorenzo einen tiefen Einblick in ihren Ausschnitt gewinnen konnte wenn er dies wollte. Mit einem vielsagenden Lächeln auf dem Gesicht sagte sie
„Was kann ich für euch tun, Fremder“
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Athera hat ihre Kindheit und Jugend auf einer geheimen Amazonenburg verbracht. Sie ist entsprechend schön und kampferprobt. Allerdings hat sie mit siebzehn Jahren einen Fehler begangen, der in einer Amazonenburg nicht verziehen wird: Sie hat dem Streuner Lorwan ihr Herz, ihre ganze Liebe und ihre Lust geschenkt. Athera wurde also, nachdem sie Lorwans Ermordung mitansehen musste, aus ihrer Burg verstoßen.
Athera trägt, wenn sie nicht auf Abenteuerreisen ist, eine nur leichte Lederrüstung. Ihre Haare und Augen sind dunkelbraun. Sie hat den Körperbau einer Kriegerin, aber wer genau hinsieht, entdeckt die Hingabe, zu der sie fähig ist.
„He da Wirt, hier ist ein Gast der Hunger und Durst hat.“
Athera schaute von ihrem Platz hinter dem Kamin auf.
Wer war dieser Fremde?
Ein Blick auf seine Gestalt ließ wie so viele eine kurze Erinnerung in ihr aufblitzen, bevor sie von seinem fremden Gesicht schmerzlich enttäuscht wurde. Es war nicht Lorwan, natürlich nicht. Ihr Verstand musste doch irgendwann einmal mit der Hoffnung fertig sein, in einem Fremden ihren Lorwan zu erkennen.
Verächtlich schaute Athera der Schankmaid Betzi nach, wie diese mit ungwohnt wiegendem Schritt zum Tisch des Fremden ging. Nachdem sie anfangs gerne mit Betzi gescherzt hatte und sich ihr einmal fast anvertraut hätte, war ihr über die Zeit immer stärker der habgierige und berechnende Zug der Maid aufgefallen. Athera, selbst von Kindheit auf an goldenen Reichtum gewöhnt und nun nach eigenem Willen in einem ausgesonderten Bretterwagen lebend, konnte Habsucht nicht ertragen.
Und auch diesmal hatte sie sich nicht geirrt. Betzis Absicht war unüberhörbar, als sie den Fremden nach seinen Wünschen fragte.
Um so mehr stieg ihr Interesse an dem Fremden, als sie ihn nüchtern bei Betzi bestellen hörte. Wer weiß, dachte sie, vielleicht kann mit diesem Mann ein zünftiges Würfelspiel gespielt, ein Handel beschlossen oder ein Abenteuer bestanden werden.
Sie erhob sich wie zufällig von ihrem Platz und setzte sich an die Theke, wo der Fremde sie bemerken musste.
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larrin
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Svenja betritt den Schankraum - eng in einen weiten Wollmantel gehüllt - darunter eine leichte Lederrüstung Ihr Schwert ist unübersehbar - sie ist gross, blond, müde und erschöpft.
Die Reise war mühselig, das Wetter schlecht, der Auftrag mässig genauso wie die Bezahlung - und sie war ziemlich pleite.
Gern übernimmt sie als ausgebildete Kriegerin von adeliger Abstammung interessante Aufträge allerdings reicht es meist nur für Begelitschutz von zweifelhaft edlen Damen und sie hat es auch ziemlich satt alleine rumzuziehen. Nach Hause kann sie allerdings nicht, es war zuviel vorgefallen ...
Svenja schüttelt alle dunklen Gedanken ab und sieht sich im Gasthaus um, einfach und nett - Ihre Stimmung hebt sich. Alle Tische sind besetzt - meist allerdings nur mit einer Person. Sie zögert kurz und geht auf den Tisch zu an dem ein Herr sitzt, der Ihr gefällt und fragt: Mein Herr darf ich mich setzen?
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Dagda
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Lorenzo sah die Schankmaid auf sich zukommen. Diesen Blick, solche Bewegungen hatte er schon oft gesehen, aber dennoch verfehlten sie auch dieses Mal nicht ihre Wirkung. Lorenzo lächelte zurück und beobachtete sie interessiert als sie den Tisch abwischte. Das was er da zu sehen bekam machte Appetite auf mehr.
Als Antwort auf ihre Frage lag ihm schon ein – als erstes kannst du mir ja verraten wie der Name einer so schönen Frau ist – auf der Zunge, als er bemerkte das er sich beim eintreten geirrt hatte. Er war gar nicht der einzige Gast, im Schatten des Kamins hatte eine Frau gesessen die jetzt aufgestanden war und in Richtung der Theke ging. Diese Frau war in eine leichte Rüstung gekleidet uns sah nicht nur kampferprobt sonder auch ausgesprochen schön aus. Sie bewegte sich in Lorenzos Augen geschmeidig, fast wie eine Katze.
Auch wenn er noch nie eine Amazone, eine Frau dieses geheimnisvollen Kriegervolkes in dem es nur Frauen gab, gesehen hat kommen ihm beim Anblick schöner Kriegerinnen sofort die Geschichten die über sie erzählt werden in den Sinn. Nein eine Amazone kann es nicht sein, unter ihrem Lederpanzer erheben sich augenscheinlich zwei wohlgeformte Hügel, und jedermann weiß, das Amazonen sich eine Brust amputieren lassen um besser mit Pfeil und Bogen umgehen zu können.
Aber egal wer, oder was sie war, ihr bloßes Auftreten hatte Lorenzos Interesse an Betzi vorerst erlöschen lassen. Die Kleine wäre etwas anderes für die Nacht als diese Magd – sie will sicher schon überzeugt werden und nicht nur bezahlt.
So wendete sich Lorenzo an Betzi und sagte ohne weitere Anspielungen
„Einen Becher Wein und ein warmes Essen, Eintopf mit Fleisch wenn ihr habt. Ich brauch auch ein Zimmer für die Nacht (Lorenzo schaut nochmal an sich herab) und später ein Bad wenn es hier so etwas gibt.
Mit einem vielsagenden Lächeln fährt er fort „Vielleicht finden wir dann später ja noch andere Sachen die du für mich tun kannst „ um die Möglichkeit mit Betzi die Nacht zu verbringen offen zu halten.
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Dagda
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Betzi spürte das Interesse des Mannes und lächelte schon still in sich hinein. Doch plötzlich schien der Mann vor ihr abgelenkt, dann sah sie die Frau, die am Nachmittag angekommen war zur Theke gehen.
- Schleich Dich, ich konnte Dich gleich nicht leiden – dachte Sie dabei.
Sie nahm noch die kühle Bestellung des Mannes entgegen, sagte dem Fremden er könne eines der Gästezimmer haben und sie würde den Wirt fragen ob er noch das Badehaus heizen würde. Und lächelte bei seinen letzten Worten. Dann zupfte sie noch vor Lorenzo die Kordel ihrer Bluse zurecht und machte sie sich auf den Weg in die Küche, als sie hinter der Theke ankam versuchte sie die Amazone zu ignorieren.
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Durchgefrohren und vom abendlichen Nebel eingehüllt stand Bridgit vor dem Eingang zum roten Keiler, sie war froh nach einem langen Tagesmarsch nun doch ein Quartier in Aussicht zu haben. Sorgsam überprüfte sie den Sitz ihrer einfachen Reisekleidung aus Leinen und Wolle in Grün- und Brauntönen. Besonderes Augenmerk legte die junge hochgewachsene Frau darauf, dass ihr feuerrotes Haar sorgsam geflochten und unter der Haube verdeckt war. So sehr sie ihren Körper liebte und schätze, die typischen äusseren Zeichen einer "sassenach" waren so auffällig, dass es nicht einfach für sie war in den Tagen der Flucht unentdeckt zu bleiben. Während sie die mit allerlei Kräutern und Tongefässen beladene Trage von ihrem Rücken nahm, gingen ihre Gedanken einmal mehr zurück zum Grund ihrer Wanderschaft:
Hätte ich die Königin und ihr ungebohrenes Kind retten können? Warum lag es nicht in meiner Macht diesen unschuldigen Körper aus seinem Gefängnis zu befreien?
Alles wonach sie sich nun sehnte war eine warme Gaststube, ein bekömmliches wärmendes Abendmahl und eine Kammer um zu ruhen. So trat sie diesbezüglich guten Mutes ein und fand sich in einer angenehm warmen Schankstube wieder, wo sie sich prüfend nach einem freien Platz umsah.
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Der Betreiber und die Moderatoren von BDSM-aktuell.de distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von sassenach am 31.10.2010 um 12:43 verfassten Beitrag. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung. |
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Athera warf Betzi noch einen vielsagenden Blick zu, bevor sie sich auf ihrem Schankhocker umdrehte und den Tresen als Rückenlehne nutzte. Am Tisch des Fremden stand nun eine große, schöne Kriegerin. Keine Amazone wie sie, aber immerhin eine Kriegerin.
Hochachtung, dachte Athera, das Kriegsgeschäft ist uns Amazonen in die Wiege gelegt und nicht leicht für eine Menschenfrau. Interessiert beobachtete sie beide.
Fast übersah sie daher, dass die Tür zur Schankstube sich erneut öffnete. Von Nebelschwaden begleitet betrat eine merkwürdig anmutende Frau den Raum. War das etwa eine Hexe?
Sie hatte allerlei Dinge dabei, die von Ferne nach Zauberei rochen, aber ihr Haar war verborgen.
Athera warf der Frau durch den Raum hinweg einen freundlichen, aber stolzen Blick zu. Sollte sich die Hexe - wenn es überhaupt eine war - doch ruhig näher wagen, dachte sie. Sie kannte keine Furcht. Und ein wenig magische Unterhaltung könnte zur Ablenkung beitragen.
Sie deutete einladend auf den freien Hocker neben sich.
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Der Betreiber und die Moderatoren von BDSM-aktuell.de distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dem von Inntinn am 31.10.2010 um 13:22 verfassten Beitrag. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen, bitten wir um Benachrichtigung. |
Dagda
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Schnell wanderte Lorenzos Blick von der Schankmaid zu der fremden Kriegerin, die Lederrüstung die sie trug verdiente kaum diesen Namen. An den im Kampf wichtigen Stellen sah sie stabil und wirkungsvoll aus, dazwischen aber war praktisch nichts außer ein paar schmalen Lederriemen.
Allein der Anblick dessen was die Rüstung nicht verdeckte ließe einen Mann im Kampfe den Kopf verlieren, und dass nicht wegen der Kampfeslust. Auch Lorenzos Blut kam bei dem Anblick in Wallungen und er schickte in Gedanken ein Stoßgebet zu Rahja, der Göttin des Rausches und der körperlichen Liebespiele.
Schnell wendete er den Blick von der Kriegerin ab, bevor sie noch in seinem Gesicht lesen konnte was in seinen Kopf vorging. Aber noch schaute sie zur Schankmaid. Während Lorenzo in Gedanken einige Möglichkeiten durchspielte wie es am besten anzustellen wäre die Frau anzusprechen, sieht er eine weitere Kriegerin in die Schenke treten.
Bei ihrem Eintreten kam Lorenzo spontan der Spruch – Kleider machen Leute – in den Sinn. Diese Frau, wenngleich bestimmt genauso schön wie die Kriegerin an der Theke, zeigte ein völlig anderes Erscheinungsbild. Auch sie trug unter ihrem jetzt geöffneten Mantel eine Lederrüstung, allerdings im klassischen Stiel der Mittellande und dazu ein Langschwert. Ihre erotische Ausstrahlung wurde dadurch sicher nicht unterstützt, daher blieben die Gedanken Lorenzos noch bei der Frau an der Theke als er von einer angenehm klingenden Stimme gefragt wurde
„Mein Herr darf ich mich setzen?“
Dennoch kam seine Antwort, spontan und ohne große Überlegung und mit einer einladenden Handbewegung.
„Einem so schönen Gesicht, kann man doch nichts abschlagen. (er lässt seinen Blick schnell über sie gleiten) Ihr seht auch so aus als wenn Ihr etwas Ruhe gebrauchen könntet. Aber ich vergaß mich vorzustellen, Lorenzo …. Lorenzo de Viantes. Und jetzt wo ihr meinen Namen kennt wäre es doch gerecht wenn ihr mir den Namen verratet der zu diesen leuchtenden Augen gehört.“
Während er sich so sprechen hörte, und sich dabei über sich selbst wunderte war er sich sicher, die Frau an der Theke heute noch kennenzulernen. Wenn er eines über Krieger gelernt hatte, dann das sie sich anzogen wie die Motten das Licht. Es war nur eine Frage der Zeit bis die Amazone hier erscheinen würde um abzuklären ob die neue Kriegerin eine Gefahr für sie darstellte, vielleicht war diese Frau die er erst als Störung empfunden hatte doch noch zu was nutze. Zumindest konnte Lorenzo die Dinge jetzt erst mal auf sich zukommen lassen, Dass eine weitere Person fast zur selben Zeit wie die Kriegerin vor ihm in die Schenke trat bemerkte Lorenzo fast nicht.
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Bridgit nahm mit ihren müden Augen war, dass am Tresen eine junge Amazone lehnte, die ihr mit einer einladenden Geste den Hocker neben sich zeigte. Eigentlich war sie nach dem langen Fußmarsch müde und erschöpft, jedoch war es dieser Tage ratsam sich im Gebiet an der Grenze nicht völlig auf sich zu stellen. Sie hatte vor die nächsten Tage weiterzureisen und in Ohren klang noch der Rat der weisen Alten, die sie die Tage gepflegt hatte, sich Gesellschaft zu suchen wider. So stellte sie ihre Rückentrage in Sichtweite und nahm dankbar den dargebotenen Sitzplatz an. "Guten Abend und habt Dank." sprach sie zu der Amazone.
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"Guten Abend und habt Dank", sagte die Fremde und setzte sich.
Zwischen den Frauen entspann sich ein kurzes Gespräch. Athera blieb auf der Hut, aber sie berichtete freimütig, wie sie vor einigen Tagen in der Nähe ihren Bretterwagen abgestellt habe und seitdem abends im Wirtshaus noch ein wenig Wärme vor diesen kalten Nebelnächten suchte.
Während sie erzählte, bemerkte sie aus dem Augenwinkel einen kurzen Blick des Fremden.
Stolz sieht er aus, dachte sie, sein Körper nimmt sich Raum. Ihr gefiel der Mann, und in ihrem Körper regte sich neben dem schmerzhaften Stich der Enttäuschung ein Interesse, das mit Würfelspiel, Handel und Abenteuer wenig gemein hatte. Nun, mit Abenteuer vielleicht doch.
Die blonde Kriegerin hatte am Tisch des Fremden Platz genommen. Athera ertappte sich dabei, wie sie beide sorgsam im Blick behielt.
Nur zur Vorsicht, dachte sie. Eine Kriegerin sollte genau beobachtet werden. Und auf ihre Lippen schlich sich ein leises Lächeln, als sie merkte, dass ihr Körper diese Vorsicht vor der Kriegerin nur zu gern als Vorwand nutzte. Sie wollte noch einen kurzen Blick auf diesen Fremden werfen. Und noch einen winzigen Blick. Und noch einen.
Athera schob der Frau, von der sie immer noch glaubte, dass sie vielleicht eine Hexe sei, neben sich das Brot hin, an dem sie bereits hinter dem Kamin ihren Hunger gestillt hatte.
"Was sind das für interessante Dinge, die ihr mit euch führt?", fragte sie auf die Trage deutend.
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Bridgit genoss die Wärme im Raum und bemerkte, dass die Amazone neben ihr die anderen Gäste genau taxierte. Scheinbar zufällig ging ihr Blick immer wieder zu dem Tisch, an dem eine junge blonde Kriegerin und ein Mann saßen. Da hatte sie wieder sein Bild vor Augen und ihr Herz zog sich bei dem Gedanken an ihn schmerzlich zusammen. Ja sie vermisste ihn - auch wenn er immer öfter des Nachts in ihren Träumen erschien.
So in Gedanken versunken nahm sie nur am Rande war, dass ihr die Amazone das Brot zuschob, wovon sie sich gerne nahm. Der Tagesmarsch war lang gewesen und so recht hatte sie sich noch nicht an die Wanderschaft gewöhnt. Herzhaft biss sie zu und genoss das einfache Brot.
Da drang die Stimme der Amazone an ihr Ohr. Sie wurde nach ihrer Kraxe bzw. deren Inhalt gefragt. Eifrig schluckte sie die Speise hinunter und schickte sich an zu antworten: "Nun, mein Hab und Gut. Die Utensilien, die ich für mein Handwerk so brauche. - Habt Dank für das Brot!"
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povopo
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Paolo
Paolo der Spielmann wie ihn alle nannten, hieß eigentlich Paolo Terzo di Maso und stammte aus einer nicht allzufern gelegenen Grafschaft, in die er aber nicht mehr gerne zurückkehrte.
Er hatte sich dort einige Feinde durch private Verstrickungen amouröser Natur gemacht - u.a. indem er der Frau Gräfin nachgestiegen und sie mit lustigen Sprüchen und poetischen Einfällen, von seiner Laute begleitet, dazu brachte, Ihre herrische Maske von Mal zu Mal etwas zu entspannen.
Auch wenn sie sich ihm nie ganz hingegeben hatte - was aber Ihr Gemahl vermutete und wie von bösen, neidischen Zungen immer wieder gern bestätigte wurde.
Immer wieder kehrte Paolo in die Schänke an der Heeresstraße notgedrungen ein - er tingelte von hier nach dort, doch das dankbarste Publikum und den tosendsten Applaus bekam er immer noch hier. Den vielen, in Not geratenen Flüchtlingen und haltlosen Soldaten war er eine willkommene Ablenkung.
Der zierliche, vor harmlosen Neckereien und überraschenden Einfällen oft so sprudelnde Barde gab sich somit grösste Mühe, sein Publikum zu begeistern. Dies war zwar oft nicht in der Lage, ihm sein Talent in klingender Münze zu entlohnen.
Die Einladung zu einem guten Mahl oder ein armer Schneider unter den Flüchtlingen, der ihm seine abgewetzten, ehemals halbwegs elegant wirkenden seidenen Beinkleider aufpolierte, reichten ihm zunächst mal vollkommen aus.
__________________ wer an seinen ketten nicht rüttelt,
merkt nicht nur nicht, dass er sich nicht bewegt,
sondern auch nicht dass er nix merkt.
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povopo
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Paolo
Eine aufschwingende Tür und lustig klingelnde kleine Glöckchen an seinen Stiefeln verrieten den mittlerweile zahlreicher gewordenen Gästen ohne dass sie hinsehen mußten, wer von der Rückseite der Schenke eingetreten war.
Feixend und mit seinem manchmal doch etwas groben Charme lächelnd trat er zu Athera und ihrer noch unbekannten Sitznachbarin, grüsste lässig und zwinkerte der Neuen zu.
"Oh, die Welt steckt voller weiblicher Wunder. Ich liebe diese Gaststätte, täglich treffen Gäste ein, der eine netter als die andere." Er hoffte durch derlei Flapsigkeiten das weibliche Geschlecht allgemein bei Laune zu halten - ohne sich jemals ernsthaft für eine bestimmte zu interessieren - das aber hatte andere Gründe.
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Mit aller Macht unterdrückte Bridgit ein Gähnen als das fröhliche Klingen von kleinen Glöckchen an ihr Ohr dran. Schon kurz darauf fand sie an ihrer Seite einen Spielmann, dessen Kleider sicherlich schon bessere Tage gesehen hatten, so wie die ihren auch. Belustigt merkte sie, dass er mit drolligen Augenbewegungen und breitem Lächeln ohne lange Umschweife bei ihr und der Amazone Platz nahm und ihnen nette Worte schenkte. Sie stöhnte innerlich auf, denn so einen Spassgesellen konnte sie nach dem langen Tagesmarsch nicht gebrauchen. Doch da sie noch kein warmes Abendmahl hatte und sich die Zeit vertreiben wollte, sowie nicht unhöflich erscheinen wollte beugte sie sich zu ihrer Nachbarin hinüber und sagte: "Lustiger Geselle dies - kennt ihr ihn? - Ach ja, mein Name ist Bridgit."
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Inntinn unregistriert
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Ah, die Hexe hieß also Bridgit. Oder war sie keine Hexe?
Athera freute sich sehr über Paolos Erscheinen. Der Spielmann hatte ihr schon so manche Nacht mit seinem Glöckchentand und leichtem Scherz verkürzt. Seine Komplimente hörte sie gern, nahm sie aber nicht ernst.
"Ob ich Paolo, den Spielmann, kenne?", fragte sie Bridgit mit hochgezogener Augenbraue. "Man kann nicht gerade sagen, dass wir uns wirklich gut kennen, nicht wahr, Paolo? Aber er ist ein lustiger Geselle. Und an Eurer Stelle würde ich mich davor hüten, mit ihm ein Würfelspiel zu wagen. Er betrügt."
Die letzten Sätze sendete sie mit ihrem süßesten Lächeln direkt in Paolos Gesicht, bevor sie sich wieder Bridgit zuwendete. Der Inhalt der Trage interessierte sie immer noch, es musste doch herauszufinden sein, ob die Fremde eine Hexe war.
"Was genau ist Euer Handwerk, Bridgit?" fragte sie. "Werdet Ihr es mir verraten, wenn ich Euch ein Bier spendiere?"
Über die Menge hinweg sah sie kurz nach dem Fremden am Tisch. Dort waren noch Stühle frei. Ob sie Paolo und Bridgit, die Hexe (war sie eine?), heute abend noch dazu überreden könnte, dass man dringend einmal diese Menschenkriegerin abschätzen müsse, die immer noch bei ihm saß?
"Und Ihr, Spielmann?", fuhr sie fort. "Ich habe heute wieder einmal viel zu wenige Münzen in der Katze, aber doch genug, um mich mit Euch ein wenig zu betrinken. Singt Ihr später ein Lied von Lust und Liebe? Dann sollt auch Ihr Euer Glas bekommen."
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sassenach
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Scherzend geht so ein Weib also mit einem Spielmann um, und neugierig ist es auch.--- Dachte sich Bridgit, während sie das lockere Getändel zwischen der Amazone und dem nun benannten Paolo verfolgte, aber auch genau sah, dass sich der Blick des Weibes wieder zu dem Tisch mit den anderen beiden Gästen wandte.
"Nun Weib, der Geschmack von Bier ist wahrlich nicht der meine - so ein Gläschen warmer Met wär recht und ein bequemeres Plätzchen - da lies es sich wohl an zum Plaudern." sprach sie sodann an die Amazone gewandt. Bridgit war sich sicher, dass die kriegerische Dame sie sicherlich für ein Weib von zweifelhafter Gestalt hielt, doch sie selbst wusste, dass sie eine der Heilkundigen war - auch wenn manches Mal Situationen sie doch sehr verwirrten.
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Dagda
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Betzi kommt aus der Küche, in der Hand trägt sie ein kleines Tablett mit einer Schüssel dampfendem Eintopf. Sie schaut schnell in die Runde und erkennt dass mittlerweile neue Gäste im roten Keiler eingetroffen sind.
Missmutig erkannte sie, dass sich eine blonde Kriegerin bei dem Fremden Platz genommen hat. – Das wird ja immer besser, den kann ich wohl abschreiben.
Dann sieht sie Paolo, den Spielmann bei der Amazone und einer Fremden direkt vor sich stehen.
„Sei gegrüßt Paolo, wirst du uns heute wieder die Zeit des Abends verschönern …. - einen Becher wie immer auf´s Haus“ fügte sie noch hinzu als sie hörte wie die Amazone dem Spielmann ein Bier anbot.
Sie setzte das Tablett ab und füllte einen Becher mit dem gepanschten für den Spielmann und für den Fremden einen Becher vom Landwein. Während sie die Becher füllte schaute sie zu der Fremden Frau und fragte sie
„Hab ich euch richtig verstanden werte Frau, ihr wünscht einen Met.“
__________________ Elen síla lúmenn´ omentielvo
(J.R.R. Tolkien)
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Ja einen Becher leichten Met und auch von dem warmen Mahl, welches ihr gerade aufgetragen habt - das wäre sehr angenehm!" sprach Bridgit zu der nun endlich erscheinenden Schankmagd. Amüsiert bemerkte sie, dass der Gaukler hier wohl Stammgast zu sein schien. Ebenso entging ihr nicht der Blick, den auch die Schankmagd an den Tisch mit dem Herrn und der blonden Kriegerin geworfen hatte. Die Dame schien auch an dem Fremden, der einen ruhigen und gesetzten Eindruck auf sie machte, interessiert zu sein. Das konnte ja noch was werden. "Ach ja, gute Frau - ein Lager für die Nacht. Möglichst eine kleine Kammer für mich alleine würde ich auch noch brauchen. Keine Sorge - ich zahle auch im Vorraus."Sprach Bridgit die Schankmagd noch an.
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